Kunst

Kunst in der Sek.I ( Jahrgänge 5-10)

„Das Unterrichtsfach Kunst ist zentraler und unverzichtbarer Bestandteil der ästhetischen Bildung als Ausdruck kultureller und damit auch allgemeiner Bildung. […] Auch fördert es die Entwicklung der Persönlichkeit, indem es über das kognitive Lernen hinaus die verschiedenen Dimensionen der ästhetischen Wahrnehmung und Gestaltung eröffnet und zur Entwicklung kultureller Deutungs- und Wertesysteme beiträgt.“ So steht es im Kerncurriculum für Gesamtschulen in Niedersachsen.

In den Jahrgängen 5 bis 10 wird das Fundament erbaut, auf das in der Oberstufe aufgebaut wird.

Die vier Inhaltsbereiche, BILD DES MENSCHEN, BILD DES RAUMES, BILD DER ZEIT UND BILD DER DINGE ziehen sich wie ein roter Faden durch die Jahrgänge und werden durch die Vermittlung von Grundlagenwissen zu Farben, Linien und Komposition kontinuierlich ergänzt.

Der „Rote Faden“ wird im „Weißen Kunstordner“ dokumentiert, der im Jahrgang 5 angelegt wird und über die Jahre dicker und dicker wird. Zahlreiche „Blaue Portfoliohefte“ finden in diesem Ordner Platz. Jedes Portfolioheft widmet sich einem Thema und wird durch die Schüler*innen selbst gestaltet.

Im Jahrgang 5 erobert die Kunst Räume, so steht es auf unserem Programm. Wenn die „Kleinen“ IGS-Neuankömmlinge sich in der großen neuen Schule anfangs orientieren, dann hilft das Fach Kunst sich im Gebäude und auf dem Gelände zurechtzufinden.

Wo ist was? Wie finde ich mich zurecht? Klassenraum, Lernhaus, Kunsträume, NW-Räume, Musikräume, Verwaltungstrakt und Pausenhof… so viele neue Orte! Lagepläne, Fluchtplan, der Weg zum Bus… im Fach Kunst beschäftigen wir uns mit all diesen Fragen. Wir erfahren den neuen Raum aus künstlerischer Sicht – erste Erkenntnisse zur Architektur werden hier vermittelt.

Dann kommt die Farbe ins Spiel – Kunst bringt Farbe ins zweite Schulhalbjahr. Ergebnisse sind in der artIGS-Galerie ausgestellt.

Im Jahrgang 6 inszeniert die Kunst den Menschen. Wie man Mimik und Gestik einsetzt, Orte und Situationen auswählt, um Porträts zu fotografieren, zu zeichnen, zu malen, lernen die Schülerinnen und Schüler im ersten Halbjahr. Danach erzählt die Kunst Geschichten, Comics entstehen. Aber nicht nur das. Grundlagen zur Komposition und Linie werden vermittelt und Einblicke in das Werk verschiedener Künstler werden gewährt.

Der Jahrgang 7 steht zunächst unter dem Motto: Kunst hat Komposition. Die Objektdarstellung steht im Mittelpunkt. Welche Gestaltungstechniken, bildnerischen Verfahren, Materialien, Werkzeuge setze ich ein, um einen Darstellungs- und Ausdruckswert zu erzielen? Welche kompositorischen Prinzipien gibt es? Fragen wie diese werden hier beantwortet.

In der zweiten Hälfte des 7. Jahrgangs zeigt die Kunst Zeit. Stopp-Motion, bewegte Bilder, Fotosequenzen – nur einige Schlüsselwörter für diesen Zeitabschnitt.

Jahrgang 8 modelliert in der Kunst den Menschen. Es entstehen drei-dimensionale Plastiken im ersten Halbjahr, bevor es an die Raumdarstellung mithilfe perspektivischer Darstellungsmöglichkeiten im zweiten Halbjahr von Jahrgang 8 geht. Dann heißt es nämlich: Kunst hat Perspektive.

Im Jahrgang 9 steht die Architektur noch einmal im Mittelpunkt des Interesses. Kunst erbaut Räume heißt es da und am Ende stehen tolle von Schülerhand hergestellte Architekturmodelle in der artIGS-Galerie. Im Anschluss daran entwickelt die Kunst Designprodukte und präsentiert sie auch.

Im Jahrgang 10 stellt die Kunst den Menschen dar und außerdem filmt die Kunst die Zeit.

Kunst in der Sek. II (Jahrgänge 11-13)

Die Inhalte des 12. und 13. Jahrgangs orientieren sich an den Vorgaben des Kultusministeriums. Im Schuljahr 2020/2021 stand die Plakatgestaltung auf dem Lehrplan. Die Schüler*innen untersuchten und analysierten Filmplakate vor allem von Saul Bass und entwickelten später selbst in einer umfangreichen Werkstattarbeit ein Filmplakat.

Grundlage für das Filmplakat war ein selbstausgewählter Roman. Zunächst wurden in vielfältigen Skizzen mögliche Motive, Kompositionen und auch Materialien erforscht. In der anschließenden Optimierung wurden die Ideen verdichtet. Schließlich realisierten die Schüler*innen das Filmplakat.“