Unsere Geschichte

Die Elterninitiative hat 2009 mit großem Engagement die Eltern in Melle davon überzeugt, dass eine Erweiterung des schulischen Angebotes durch eine IGS eine Bereicherung für die Stadt Melle wäre. Ohne dieses Engagement hätte es keine Planungsgruppe gegeben und somit auch keine neuen Impulse für die Schullandschaft in Melle.

2011 wurde die Integrierte Gesamtschule Melle (IGS Melle) gegründet; von zunächst einer kleinen Schule mit 150 Schüler*innen im 5. Jahrgang, zehn Lehrer*innen, der Schulleiterin Marlies Brüggemann, der ständigen Vertreterin der Schulleitung Sonja Hallmann-Groth und dem Didaktischen Leiter Olaf Kluge, entwickelte sich die IGS in den letzten 10 Jahren zur größten Schule in Melle.

Im Schuljahr 2017/2018 startete nicht nur die gymnasiale Oberstufe an der IGS, auch kehrte eine neue Schulleiterin an die IGS: Kerstin Lemke. Gekrönt wurde die Entstehungsgeschichte durch das erste Abitur der Schule, welches 2020 von 85 Schüler*innen abgenommen wurde.

So viel zu den Fakten. Doch das Leben der IGS Melle bestimmen nicht Daten und Fakten, sondern die Menschen, die in diesem großen Gebäude viel Zeit miteinander lernend und lehrend verbringen. Im Jahr 2011 sah das Gebäude allerdings noch ganz anders aus: lange Flure, von denen die Klassenräume abgingen, weniger Fläche, ein großes Lehrerzimmer: eine konventionelle Schule in einem alten Gebäude.

Da die Planungsgruppe um Marlies Brüggemann eine ganz andere Idee von Schule hatte und den Schulträger Landkreis Osnabrück hiervon überzeugen konnte, erhielt das Gebäude nicht nur ein „make over“ und eine sehr gute Ausstattung für das Lernen und Lehren, sondern wurde aufgrund der geplanten Schülerzahlen in der Sekundarstufe I erweitert und für die gymnasiale Oberstufe ein neues Gebäude angebaut.

Nun besticht die Sekundarstufe I (Jahrgänge 5-10) mit Lernhäusern, d.h. kleine Schulen in der Schule. Diese haben eigene Lehrerinseln haben und erleichtern somit den Lehrer*innen die Teamarbeit in ihrem Jahrgang. Transparenz wird nicht nur im pädagogischen Arbeiten deutlich, sondern spiegelt sich auch in der Gestaltung der Klassenräume in Form von großen Fensterflächen zum Multifunktionsraum (dem Herzstück der Lernhäuser) wieder. Somit gehen pädagogisches Konzept und Gebäudegestaltung Hand in Hand. Nicht nur das Gebäude weiß sich zu präsentieren – der Schulhof ist weitläufig und bietet den unterschiedlichen Altersgruppen verschiedene Möglichkeiten zur Pausenbeschäftigung.

Und da wäre dann natürlich auch der Unterricht und die Angebote, die einerseits gesamtschulspezifisch, andererseits aber auch selten in der deutschen Schullandschaft zu finden sind. Neben fächerübergreifendem Unterricht in NW (Naturwissenschaften) oder GL (Gesellschaftslehre), Fächern wie JU (jahrgangsübergreifendem Unterricht) und selbstverantwortlichem Lernen in FLZ (freier Lernzeit) in der Sekundarstufe I, bietet die IGS in der gymnasialen Oberstufe ein breites Angebot von Kunst bis Physik auf erhöhtem Niveau.

Sportlich sind nicht nur die Schüler*innen an unserer Schule, sondern auch das Kollegium. Nicht umsonst wurde die Schule bereits mehrfach zur sportfreundlichen Schule ausgezeichnet. Das Motto „Wir gemeinsam“ wird im täglichen Miteinander gelebt – viele Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben, helfen bei Festen und Feierlichkeiten und verstärken den Förderverein der IGS Melle. Ein besonderes Highlight der Fördervereinsarbeit ist der Adventsbasar, der jedes Jahr zu einer hohen Besucheranzahl führt  – auch mit Besuchern, die nicht zur Schulgemeinschaft gehören.

Das Thema Umwelt ist ein sehr Wichtiges für unsere Schüler*innen und somit verwundert es nicht, dass die IGS Melle zur Umweltschule ausgezeichnet wurde. Die Schülerfirmen widmen sich diesem Thema und ernten selbst biologisch angebaute Äpfel und Birnen auf der schuleigenen Streuobstwiese.

Eine besondere Möglichkeit für den Fremdsprachenunterricht bietet das Sprachendorf, welches jedes Jahr im Frühjahr für ca. einen Monat nicht nur schulintern genutzt wird, sondern auch Schulen aus dem Meller Umland anzieht. Im Sprachendorf werden die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch in nachgebauten „Settings“ geübt – sei es das Kino, das Sportgeschäft, der Arzt, der Flughafen und vieles mehr. Realistischer kann das Anwenden einer Fremdsprache in einer Schule nur schwerlich gestaltet werden.

Da eine Schule nicht nur aus Unterricht, sondern auch aus gemeinsamem Erleben besteht, fanden bisher über das Schuljahr verteilt viele Events und Feiern statt – Schulfeste, Klassenfeste, Spendenläufe, Einschulungsfeiern, Entlassungsfeiern, Musikfeste, eigene Theater- und Musicalproduktionen.

Nun besteht die IGS Melle im zehnten Jahr – ein ganz besonderes Jahr für alle an Schule Beteiligten. Die „geplante“ Besonderheit war das erste Abitur der Schule; nicht geplant war die Pandemie, die auch die IGS Melle traf. Während der Schulschließungen im April 2020 mussten neue Wege gefunden werden: von Hygieneplänen bis zur transparenten Organisation des (digitalen) Lernens zu Hause, der Rückkehr der Schüler in halben Lerngruppen und des eingeschränkten Regelbetriebes zum Start des Schuljahres 2020/2021. Dass die IGS Melle diese Herausforderung gut gemeistert hat, verdankt sie sicherlich auch dem Motto „wir gemeinsam“, da alle Mitglieder der Schulgemeinschaft in dieser besonderen Herausforderung an einem Strang gezogen haben.

Unsere Schule soll ein Abbild des Lebens sein und sich öffnen. Wir haben Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Unternehmen und anderen außerschulischen Partnern aufgebaut. Der Besuch von außerschulischen Lernorten bereichert das schulische Angebot.

Wir haben eine vertrauensvolle Partnerschaft mit unserem Schulträger, dem Landkreis Osnabrück, etabliert. Gegenseitige Akzeptanz der entsprechenden Fachkompetenzen steuert die Zusammenarbeit.

Ob es ein großes Schulfest im Sommer 2021 zum 10-jährigen Bestehen der Schule im großen Rahmen geben kann? Alle hoffen dies, denn eine Erfolgsgeschichte sollte gebührend gemeinsam gefeiert werden.