Zweite Fremdsprachen

An Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen ist laut Erlass die Wahl einer zweiten Fremdsprache ab Jahrgang 6 optional. Der Unterricht erfolgt auf gymnasialem Niveau und wird durchgängig von Jahrgang 6 bis 10 mit vier Wochenstunden erteilt. Ein Baustein unseres Förder- und Forderkonzepts ist die Begabungsförderung im Bereich der zweiten Fremdsprachen, die Fremdsprachenfüchse und das Pull Out-Programm.

Fremdsprachenfüchse im Jahrgang 5             

Ein wichtiger Baustein der sprachlichen Begabungsförderung sind die „Fremdsprachenfüchse“. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Angebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft im zweiten Halbjahr des Jahrgangs 5, welches sich an leistungsstarke und sprachbegabte Schülerinnen und Schüler richtet. In drei Blöcken à drei Doppelstunden erhalten die Teilnehmenden spielerische Einblicke in die Fremdsprachen Latein, Spanisch und Französisch.

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5, die am Ende des ersten Halbjahres ein sehr gutes (bis gutes) Leistungsbild zeigen sowie Freude, Interesse und Geschick im Erlernen von Sprachen erhalten die Möglichkeit, an diesem Enrichment teilzunehmen. Die Teilnahme erfolgt auf Vorschlag und Beschluss der Klassenkonferenz; die Eltern stimmen der Teilnahme zu. Die Arbeitsgemeinschaft findet im Rahmen des Nachmittagsunterrichts statt und umfasst insgesamt 18 Schulstunden. Teile dieser Stunden werden von Schülerinnen und Schüler aus höheren Jahrgangsstufen mitgestaltet und angeleitet.

Pull Out – Programm ab Jahrgang 6

Besonders leistungsstarken Schülerinnen und Schülern kann auf Vorschlag und durch Beschluss der Klassenkonferenz die Möglichkeit eröffnet werden, zwei zweite Fremdsprachen gleichzeitig zu erlernen, beispielsweise Latein und Französisch. Dieses Angebot richtet sich an Lernende mit hoher sprachlicher Begabung und ausgeprägter Lernmotivation.

Der Unterricht der beiden zweiten Fremdsprachen findet parallel statt. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchen pro Woche jeweils nur zwei Unterrichtsstunden in jeder der beiden Sprachen und ziehen sich somit aus den anderen beiden Unterrichtsstunden raus. Die Inhalte der jeweils nicht besuchten Stunden werden eigenverantwortlich und selbstständig nachgearbeitet. In beiden Fächern absolvieren die Schülerinnen und Schüler die vorgesehene Anzahl von Leistungsüberprüfungen und werden nach den regulären fachlichen Maßstäben bewertet.