Costa-Rica Austausch 2026

„Costa Rica – wo liegt das überhaupt?“

Das fragen sich bestimmt viele und für uns war das vor dieser atemberaubenden Reise auch nicht ganz klar. Dies hat uns, insgesamt 20 Schüler*innen jedoch nicht davon abgehalten, eine einmalige Reise auf uns zu nehmen. Insgesamt waren wir 20 Tage in Costa Rica unterwegs, zu den UNESCO-Themen „Demokratie und Frieden“ sowie auf der Suche nach neuen interkulturellen Erfahrungen.

Fotos dieser besonderen Reise sind hier zu sehen: https://www.igsmelle.de/files/2026/05/Bildergalerie.pdf

Am Anfang verbrachten wir drei Tage in der Hauptstadt San José. Dort haben wir im Parlament eine Führung bekommen, wodurch uns die Politik und die Vergangenheit  Costa Ricas nähergebracht wurde. Zudem haben wir den aktiven Vulkan Poás besucht.

In einem Restaurant konnten wir das Motto der Costa Ricaner, „Pura Vida!“ (d.h. „Genieße das Leben! Lebe im Moment!“) selber kennen lernen. – Es wurde viel getanzt, gesungen und vor allem gelacht, so dass das Essen schon Nebensache war.

Nach den ersten Tagen ging es anschließend mit einer 8-stündigen Busfahrt weiter in den Süden des Landes, nach Ciudad de Neily, wo wir, erstmal erschöpft, aber auch sehr aufgeregt, in die Gastfamilien gingen.

Am nächsten Tag erwartete uns die Schule Colegio Humanístico Coto mit einem tollen Programm und kleinen Geschenken von der Schule. Dabei haben sich alle am meisten über eine schöne Thermo-Trinkflasche gefreut, die ab dem Tag unser ständiger Begleiter war. Im Programm selber mussten verschiedene Aufgaben in Teams gemeistert werden, wodurch alle als Gruppe zusammengeschweißt wurden. Dabei kam man auch nicht drum herum, nass, bzw. dreckig zu werden, was bei über 30 Grad jedoch für keinen ein Problem dargestellte.

Im Anschluss haben wir uns mit den UNSECO-Themen beschäftigt und uns dabei erstmals verschiedene Fragen gestellt, u.a. wann wir Frieden gespürt haben und was wir selber für diesen tun können. Dabei hat sich herausgestellt, dass vielen von uns die gleichen Sachen wichtig waren, wie z.B. die Familie, obwohl man an ganz unterschiedlichen Orten und unter anderen Umständen aufgewachsen ist. Es wird einem wieder bewusst, wie gleich das Leben von Jugendlichen doch eigentlich ist.

An den nächsten Tagen folgte ein abwechslungsreiches Programm mit den Gastschüler*innen zusammen. Von einer Safari, über das Schwimmen in schönen Flüssen, bis hin zu einer Müllsammel- und Umbauaktion für den Schutz von Schildkröten konnten wir viel Neues erleben. Der Strand und Besuch im Nachbarland Panama durften dabei nicht fehlen.

Die Sichtung von verschiedenen Tieren, wie z.B.  Affen, Krokodilen und Leguanen blieb dabei auch nicht aus, was für viele eine einzigartige Erfahrung war.

Nach einem schweren Abschied nach 8 Tagen ging unsere Reise jedoch weiter auf die Halbinsel Nicoya, wo unsere zweite Gastfamilie schon auf uns wartete.

In Nicoya hatten wir die Ehre, sowohl mit ehemaligen Schülerinnen der Schule zu sprechen, als auch mit einem ehemaligen Präsidenten, der uns einige Fragen beantworten konnte.

Zudem wurden wir noch von der Bürgermeisterin willkommen geheißen. Im Anschluss erarbeiteten wir verschiedene Plakate. Diese handelten über Probleme, die uns selber in Deutschland beschäftigen und welche Lösungsvorschläge wir dafür hätten.

An den anderen Tagen ging es für uns auf die Reise zu Indigenen, wo wir uns u.a. am Töpfern ausprobieren konnten, was bei dem einen besser funktionierte, als bei dem anderen. Zudem machten wir uns am letzten Tag einen schönen Strandtag, wo sich einige einen teils nicht so leichten Sonnenbrand holten. Dies sorgte auf der Rückreise nach Deutschland für einige schmunzelnde Gesichter im Flieger.

Bei diesen letzten schönen Aktivitäten durften leider unsere Austauschpartner*innen nicht dabei sein. So mussten wir auch das ein oder andere Mal nach den Ausflügen in der Schule auf sie warten, da sie Unterricht bis 16:30 Uhr hatten. Diese Zeit wurde jedoch mit vielen Uno-Runden und Unterhaltungen überbrückt.

Einige mögen eventuell denken, dass wir in dem Austausch noch mehr zu den UNSECO-Themen hätten unternehmen können, jedoch ist so ein Austausch an sich schon die beste Möglichkeit, die Themen in unserem Alter zu fördern, da jeden Tag neue Offenheit und Verständnis von einem selber gefordert waren. Zudem lässt sich auch schon in der Geschichte erkennen, dass ein Austausch ein wichtiger Schritt im Kontakt unter den verschiedenen Ländern ist, da diese nach dem Krieg bei Jugendlichen die ersten Verbindungen unter den Ländern waren.

Letztendlich war die Reise eine einmalige Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Erlebnissen, Eindrücken und Freundschaften, die unvergesslich ist.

Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen beim Gegenbesuch im Mai.

Text: IGS Melle, Milena Bosse, 11b, Fotos: Katrin Berelsmann