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Projekt “HaLT Hart am Limit” -

Alkohol ist für Jugendliche ab einem gewissen Alter ein Thema. Doch welche Gefahren bringen promillehaltige Getränke mit sich? Wie gelingt es, in verlockenden
Situationen „Nein!“ zu sagen? Mit diesem Thema beschäftigten sich Achtklässler der IGS.
Sie nahmen, ebenso wie die anderen achten Klassen der Schule, am Präventionsprojekt „HaLT“ (Hart am Limit) teil, das in der Region Osnabrück vom Caritasverband durchgeführt wird. In der IGS stand am Freitag unter anderem ein interaktives Planspiel auf dem Programm. Von Daniela Rauen und Mara Weyerbrock von der Caritas lernten die Schüler, wie sie im schlimmsten Fall regieren sollten.
In Gruppen unterteilt, simulierten sie eine Party. Ein Gast fällt dabei besonders auf, denn er ist nach starkem Alkoholkonsum nicht mehr ansprechbar. „Das richtige Reagieren ist wichtig“, klärte Daniela Rauen auf, „es kann unter Umständen für die betreffende Person lebensrettend sein.“ Die Schüler erfuhren, welche Punkte sie beachten müssen, kontrollierten Atmung und Puls und brachten die alkoholisierte Person in die stabile
Seitenlage. Auch der Ruf des Notarztes wurde entsprechend geübt. Wie lautet die richtige Nummer? Welche Informationen benötigt die Rettungsleitstelle? Für die richtigen Antworten erhielten die Gruppen Punkte, alle Teams schnitten recht gut ab. Manche ließen Kreativität einfließen, machten sich Gedanken darüber, was in einer solchen Situation noch passieren könnte.
Dann kam die Rauschbrille an die Reihe. „Sie simuliert 1,3 Promille“, erklärte Daniela Rauen. Mit einer halbwegs realistischen Simulation von Rausch hat die zwar nicht viel zu tun, aber es wurde klar: Alles verschwimmt, wirkt unscharf. „Mit der Brille war alles anders. Ich war froh, als ich sie wieder absetzen konnte“, erzählte Sophia aus der 8b. Klassenkameradin Hanna durchlief mit der Rauschbrille einen Parcours. Das Resultat verunsicherte sie: „Ich habe den Parcours gar nicht richtig wahrgenommen.“ Auch Hanna fand wenig Gefallen an der Brille: „Erst war es lustig. Doch dann wurde mir schwindelig und ich bekam Kopfschmerzen.“
Das interaktive Planspiel kam bei den Schülern gut an. Schulleiterin Marlies Brüggemann: „Die Schüler lernen die Gefahren des Alkohols kennen und können ihr Leben danach gestalten.“ Über die Auszeichnung als bundesweit erste „Halt-Schule“ ist sie stolz. Daniela Rauen ergänzte: „Ziel der „Halt-Schule“ ist es, Jugendliche möglichst früh mit dem Thema zu konfrontieren. Denn viele kennen die Gefahren nicht. Das Thema soll nachhaltig und nicht nur punktuell vermittelt werden."