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Caritas und IGS arbeiten beim HaLT-Projekt eng zusammen

Jugendliche testen gerne Grenzen aus. Beim Thema Alkohol kann das allerdings fatale Folgen haben. Um exzessivem Alkoholkonsum von Schülern vorzubeugen, arbeitet die Integrierte Gesamtschule Melle mit dem Frühinterventionsprogramm der Caritas „Hart am Limit“ für Kinder und Jugendliche (kurz HaLT) zusammen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Schüler langfristig zu begleiten und die Prävention mit altersentsprechenden Methoden umzusetzen.
„Wir wollen die Schüler stark machen. Denn eine starke Persönlichkeit ist der beste Schutz verantwortungsvoll mit seinem eigenen Leben umzugehen. Deshalb sind wir froh, mit dem HaLT-Projekt nachhaltig und stetig unsere Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren“, sagt Marlies Brüggemann, Schulleiterin der IGS Melle. Der Workshop „Tom und Lisa bereiten eine Party vor" ist Teil des „HaLT-Projekts“. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Thematik Alkoholkonsum, Gruppenzwang, Folgen und Konsequenzen von übermäßigem Alkoholkonsum auseinander. Wie ist es überhaupt im Rausch zu sein? Was kann dann alles passieren? Mit den sogenannten „Rauschbrillen“ konnten es die Schüler und Schülerinnen selbst ausprobieren und waren erstaunt: „Betrunken zu sein habe ich mir ganz anders vorgestellt“, sagt Larissa, irgendwie sei es gar nicht so lustig, wie sie gedacht habe. „Mit der Rauschbrille kann ich nicht mehr gerade laufen“, ergänzt Hanna.
Durch Rollenspiele stellten die Schüler Partyszenen nach und suchten gemeinsam Lösungen für einen guten, verantwortungsvollen Umgang miteinander. Was tue ich, wenn einer meiner Freunde im Rausch ist, am Boden liegt, evtl. sogar das Bewusstsein verliert? Auch mit diesen Situationen setzten die Achtklässler sich auseinander. „Das ist natürlich der Extremfall, aber es geht uns auch darum, dass die Schüler in so einer Situation handeln und Hilfe holen können,“ sagt Daniela Rauen, Suchttherapeutin der Caritas, die neben den regelmäßigen Workshops auch einmal im Monat eine Schülersprechstunde an der IGS anbietet. „Es geht nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger über Alkoholmissbrauch zu sprechen, sondern Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen früh und präventiv zu begegnen“, so Rauen.