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Zugehörigkeit

Besonders gut gelernt wird, was von angenehmen Gefühlen begleitet ist. Was erzeugt solche Gefühle?

Jeder gelingende Lernprozess gründet auf einer wertschätzenden, unterstützenden Beziehung– das gilt insbesondere auch für schulische Lernprozesse. Unser Prinzip ist es, dass das Klassenlehrerteam die Schüler von Klasse 5 bis 10 begleitet und eine enge Beziehung aufbauen kann. Diese wird noch dadurch intensiviert, dass die Lehrer in der zum Lernhaus gehörigen Lehrerinsel immer für die Schüler präsent und ansprechbar sind.

Lernende brauchen darüber hinaus Zeit und Raum, um Ich-Stärke zu entwickeln und sozial kompetent zu werden. Eine positive Beziehung zum Lehrer ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass SchülerInnen einen persönlichen Zugang zu Inhalten– und damit Sinn –finden können.

Außerdem  benötigen die Schüler Vertrauen. Vertrauen in sich selbst, in die Gruppe und in die Lehrer.  Angst und Stress sind schlechte Lehrmeister. Lernen braucht Zeit und einen angstfreien Raum, der Fehler erlaubt – oder sogar, ermöglicht, weil wir erst aus Fehlern wirklich lernen können. Diesen Raum bilden unsere Jahrgänge und Klassen, die über sechs Jahre in fast unveränderter Zusammensetzung, zusammen arbeiten, lernen und leben.

Leistung wird gefordert, ist wichtig und stärkt das Selbstwertgefühl und steigert die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, was zu neuerlichem Wissens- bzw. Kompetenzzuwachs führt. Positive Lernergebnisse, erreichte Ziele setzen eine Motivationsspirale in Gang, sie beflügeln die Lernprozesse im wahrsten Sinne des Wortes. Leistung und Freude am Lernen sind also kein Widerspruch, ganz im Gegenteil! Immer dann, wenn es uns gelingt, dass der Schüler die Verantwortung für sein Lernen selbst übernimmt, kann deutlich beobachtet werden, dass die Motivation wahre Quantensprünge im Bereich des individuellen Lernfortschritts bewirkt.