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Positive Erziehung

Wir bieten eine Erziehungspartnerschaft an, die es ermöglicht, eine höhere Erziehungskompetenz zu gewinnen. Dadurch werden sowohl Eltern als auch Lehrer befähigt, das Kind zu einem lebensbejahenden, selbstständigen, leistungsbereiten und gemeinschaftsfähigen jungen Menschen zu erziehen. Zu diesem Lernprozess gehört, dass die Eltern eine liebevolle Beziehung zu ihrem Kind pflegen, seine positiven Eigenschaften stärken, ihm neue Lebens- und Lernerfahrungen vermitteln und auf dieser Grundlage ihm Grenzen setzen und den Teufelskreis einer sich selbst verstärkenden Lernblockade beim Kind auflösen.

Ein altes afrikanisches Sprichwort sagt: »Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.« Solche Dörfer gibt es in unseren Breiten schon lange nicht mehr. Aber die Schule könnte ein solches Dorf sein, das Eltern, Lehrer und Kinder einbindet in einen gemeinsamen Erziehungsraum, wo sich das Kind wohl fühlt und geborgen weiß, wo auch die Schule ein Zuhause ist.

In unserem Elternkurs, den wir in der Zeit vor der Aufnahme des Kindes in die IGS Melle anbieten, lernen die Eltern in fünf Einheiten, wie sie die kindliche Entwicklung fördern und wie sie mit kindlichem Verhalten in einer konstruktiven und nicht verletzenden Weise umgehen können. Sie erfahren, wie sie durch Zuwendung und eine angemessene Kommunikation beim Kind Verhaltensprobleme auflösen, seine positiven Fähigkeiten entwickeln und sein Selbstwertgefühl stärken können. Eltern und Lehrer werden zu Partnern im Erziehungsprozess und arbeiten vertrauensvoll zusammen. Dies alles wirkt sich positiv auf die Kinder aus. Der Umgangston ist freundlich, die Lernleistungen der Kinder werden ebenso wie das Sozialverhalten positiv beeinflusst.

Was bewirkt unser gemeinsames Erziehungskonzept in Familie und Schule?

Eltern und Lehrer/Innen

  • finden mit dem gemeinsamen Erziehungskonzept eine verbindliche Erziehungsgrundlage, die dem Kind einen einheitlichen Lebensraum eröffnet,
  • stärken als Team wechselseitig ihre Erziehungskompetenz in der gemeinsamen Verantwortung für eine optimale Erziehung des Kindes,
  • begegnen dem Kind immer mit Achtung und Respekt,
  • nutzen einen anleitenden/führenden Erziehungsstil mit liebevoller Zuwendung und klarer Grenzsetzung,
  • erkennen, wie positive Beziehungen zum Kind die Grundlage bilden für eine hohe Lernmotivation (Bindung = Bildung),
  • erfahren, dass oft schon Einstellungsänderungen der Bezugspersonen Verhaltensveränderungen beim Kind bewirken,
  • verzichten auf störungsorientierte Reaktionen (Schimpfen, Schreien, Schlagen), die das Problemverhalten des Kindes weiter verfestigen. Stattdessen nutzen sie zielorientierte Reaktionen (Lob, Ermutigung, Regeln, logische Konsequenzen), die das positive Verhalten des Kindes stärken,
  • erkennen, dass jedes Problemverhalten ein gelerntes Verhalten ist und daher auch schnell wieder verlernt (gelöscht) werden kann,
  • erfahren Sicherheit und Gelassenheit im positiven Umgang mit dem Kind,
  • stärken so das Selbstvertrauen des Kindes und seine Lernfreude bei hoher sozialer und emotionaler Kompetenz.