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Schule als lernende Institution

Die lernende Organisation

Unsere Schule ist eine sich entwickelnde Institution. Wir befinden uns im Aufbau und müssen Konzepte und Strukturen neu denken. Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine riesige Chance. Unsere Arbeit ist nie ›fertig‹, weil wir auf sich wandelnde Bedingungen und Anforderungen jeweils neu antworten müssen. Eine bessere Pädagogik muss jeweils neu mit dem Blick auf die Kinder und Jugendlichen ›von innen‹ und ›von unten‹ entwickelt und umgesetzt werden.

Wir überprüfen deshalb ständig die Qualität unserer Schule anhand der folgenden Leitfragen:

  • Was tut unsere Schule, um sich ein eigenes Profil zu geben?
  • Wie werden ihre pädagogischen Prinzipien, ihr Selbstverständnis im Schulleben und im Unterricht konkret umgesetzt?
  • Wie kommt das im Schulprogramm und im schulinternen Lehrplan zum Ausdruck?
  • Wie nutzt die Schule ihre Entwicklungsfreiheit?
  • Was tut unsere Schule, um das gemeinsame Bewusstsein von ihrer Identität zu stärken und immer wieder neu zu verankern?
  • Wie fördert sie Kooperation, gegenseitige Hospitationen, kollegiale Zusammenarbeit, beispielsweise in Jahrgangs- oder Fachteams?
  • Wie organisiert und strukturiert sie ihre Arbeitsgruppen, Konferenzen, Entwicklungsprozesse?
  • Was tut unsere Schule, um die eigene Arbeit immer wieder an den Zielen zu prüfen?
  • Wie ermöglicht sie kritische und distanzierte Beobachtung?
  • Wie geht sie mit Ergebnissen externer Evaluation um und wie verarbeitet sie Kritik?
  • Welche Formen der Evaluation verwendet sie selbst?
  • Was tut unsere Schule, um eine lernende, an sich arbeitende Einrichtung zu bleiben?
  • Wie arbeitet sie mit anderen Institutionen zusammen?
  • Was tut sie für eine systematische Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen im Sinne der Schulentwicklung?

Wir nutzen die Möglichkeiten der Evaluation, um die konkrete Umsetzung unseres Leitbildes ständig weiterzuentwickeln. Wir stärken das gemeinsame Bewusstsein unserer Identität, indem wir Kooperation, gegenseitige Hospitation und kollegiale Zusammenarbeit fördern und unsere Arbeitsgruppen, Konferenzen und Entwicklungsprozesse danach organisieren und strukturieren. Grundlage unserer Arbeit ist eine professionelle Kooperation, die durch schulinterne Arbeitsstrukturen gesteuert wird.

Drei Kooperationsinstanzen unterstützen die einzelnen Kollegen und binden ihre Arbeit in das Gesamtgeschehen ein:

Die erste und wichtigste Diskussionsebene ist das Jahrgangsstufenteam, das sich einmal wöchentlich trifft. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, die eigene Praxis wird für einen zeitlich gut überschaubaren Abschnitt reflektiert. Durch Hospitationen in Parallelklassen, durch gemeinsame Konzeption von Unterrichtsreihen, arbeitsteilige Erstellung von Wochenplänen und Unterrichtsmaterialien, Absprachen von Leistungsüberprüfungen, Festlegen von Anforderungs- und Auswertungskriterien und Überlegungen zur Weiterarbeit wird die Diskussion um Unterrichtsziele, Methoden und Leistungsstandards in Gang gehalten, werden Leistungen vergleichbarer, werden Qualitätsindikatoren definiert, wird Qualität weiterentwickelt.

Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht ein qualitativ anspruchvolles Konzept des Vertretungsunterrichts, weil Themen und Inhalte für alle Kollegen des Jahrgangsteams transparent sind.

Zur Vorbereitung schulübergreifender Vorhaben, zur Bearbeitung eines Problems werden thematische Teams installiert. Sie befassen sich z. B. mit der Gestaltung von Elternabenden, mit der Einführung der 2. Fremdsprache oder mit der Erarbeitung konzeptioneller Bausteine des fächerübergreifenden Lernens. Mit der Beendigung der konkreten Aufgabe löst sich das thematische Team auf.

Die zweite Kooperationsebene – das Kollegium – diskutiert grundlegende didaktische Konzepte und trifft Entscheidungen für entsprechende Materialien. Um aktuelle, alle Klassen betreffende Informationen und organisatorische Absprachen weiterzugeben, gibt es jede Woche eine fest installierte Dienstbesprechung.

Am Ende des Schuljahres wird es jahrgangsübergreifende Konferenzen geben, um Informationen und Verbesserungsvorschläge an die Kollegen des neuen Jahrgangs weiterzugeben.

Das Kollegium wählt die Steuergruppe der Schule, die ab Sommer 2012 gebildet werden soll. Ihre Aufgabe ist es, die systematische Schulentwicklung voranzutreiben durch Förderung der Teamentwicklung, durch Steuerung von Zielvereinbarungsprozessen und durch Vorbereitung und Durchführung von Evaluationsmaßnahmen.

Die dritte Ebene ist die Schulleitung. Sie flankiert den kollegialen Entwicklungsprozess durch das Schaffen organisatorischer Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist das Beachten wesentlicher Bedingungen für gelingende Weiterentwicklung (Prozess-Transparenz, funktionierende Kommunikationsstrukturen, ...).

Die Schulleiterin informiert sich über die Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Klassen durch Hospitationen und Jahresgespräche mit jedem Kollegen, in denen die Entwicklung des Unterrichts und individuelle Aspekte, die dem Kollegen wichtig sind, besprochen und beraten werden.

Die Schulleitung setzt inhaltliche Impulse und unterstützt Initiativen aus dem Kollegium. Sie fördert die Kooperation mit den Eltern, mit dem Schulträger, mit anderen Schulen, mit außerschulischen Partnern oder mit der Universität Osnabrück.