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Integration

Eine Schule für alle Kinder!

Das Motto Eine Schule für alle Kinder! bedeutet für die IGS Melle auch, dass behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche miteinander lernen sollen.

Unabhängig von seinem Lernvermögen, hat jeder Mensch Stärken und Schwächen. Dieses anzuerkennen, fordert Respekt vor einander und ermöglicht soziales Lernen. Integration von Kindern mit festgestelltem Förderbedarf ist uns von Anfang an eine Selbstverständlichkeit. Bereits im Gründungsjahr haben wir sieben Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen aufgenommen.

Die Kinder mit Lernbeeinträchtigungen konnten, wie alle anderen Kinder auch ihre Profilklasse frei wählen. So hat es sich ergeben, dass die Integrationskinder drei unterschiedliche Klassen besuchen. Die Kinder nehmen am Unterricht ihrer jeweiligen Klasse teil und werden dabei stundenweise von einer Lehrkraft der Förderschule unterstützt. Hierbei bedarf es einer engen Absprache mit der Lehrkraft der IGS über Unterrichtsinhalte und Unterrichtsmethoden. Formen des individualisierten Lernens, die an unserer Schule verstärkt eingesetzt werden, sind dabei auch für lernschwache Schüler/innen von besonderer Bedeutung. 

Schülerinnen und Schüler, die massive Lernbeeinträchtigungen aufweisen, werden in Orientierung an den Rahmenrichtlinien der Förderschule Schwerpunkt Lernen unterrichtet (in Ausnahmefällen findet auch eine Bewertung nach den RRL der Schule für Geistige Entwicklung statt). Dabei wird jedoch auch darauf geachtet, dass diese Kinder und Jugendlichen so weit wie individuell möglich mit den Lernanforderungen und Bewertungsmaßstäben der IGS konfrontiert werden.

Ein Ziel unserer integrativen Arbeit besteht darin, die Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen zu befähigen, reguläre Schulabschlüsse zu erreichen (in der Regel ist das der Hauptschulabschluss). 

Nach unseren Erfahrungen mit Integration, wie auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist das gemeinsame Lernen in Integrationsklassen für behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche gleichermaßen förderlich. Während die Schüler/innen mit Lernbeeinträchtigungen oder Verhaltensproblemen sehr viel durch das Vorbild ihrer Mitschüler/innen lernen, gewinnen leistungsstärkere Schüler/innen viel an Teamfähigkeit. Sie müssen lernen, auf Partner einzugehen, die bestimmte Sachverhalte nicht ganz selbstverständlich verstehen. Dadurch, dass ein Kind seinem Partner einen bestimmten Lerninhalt noch einmal in eigenen Worten nahe zu bringen versucht, durchdringt es den Stoff oftmals auch selbst viel besser.

Insgesamt profitieren alle Schüler/innen von der häufigen Anwesenheit einer zweiten Lehrkraft.  Sie ermöglicht es, dass auch Schüler/innen ohne anerkannten Förderbedarf bei Bedarf eine intensivere Unterstützung erfahren können.